Gutes Design Teil 1

Zwischendurch wollen wir wieder ein wenig zum Thema Design schreiben.

  • Was macht ein Haus oder einen Gegenstand zu einem Design Objekt?
  • Was ist im Gegensatz dazu nur eine Beleidigung unserer Sinne?
  • Ist Schönheit ein rein subjektives Empfinden?
  • Oder gibt es Dinge die alle Menschen als ästhetisch ansehen?

Lassen wir zuerst den großartigen Industrie-Designer Dieter Rams sprechen. Er schaffte es in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einen einfachen Föhn oder ein Radio in ein echtes Design Stück zu verwandeln. Seine innovativen Produkt-Gestaltungen waren Vorbild für viele Apple Produkte. Jonathan Ive, der Chef Designer von Apple, zählt Dieter Rams heute noch zu seinen großen Vorbildern. 

Laut Rams besticht gutes Design durch folgende 10 Aspekte:

  1. Gutes Design ist innovativ.
  2. Gutes Design macht Produkte (in unserem Fall Häuser und deren Einrichtung) benutzbar.
  3. Gutes Design ist ästhetisch.
  4. Gutes Design macht Produkte oder Häuser verständlich. Das bedeutet: ein gutes Design braucht keine Erklärung, es versteht sich von selbst.
  5. Gutes Design ist unaufdringlich. Es braucht keinen Pomp, keine Schnörkel oder grellen Farben.
  6. Es ist ehrlich. Soll heißen: ein Produkt zeigt sofort wofür es gedacht ist.
  7. Gutes Design ist langlebig. Auch in 10, 20 oder in 100 Jahren wird es noch als ästhetisch angesehen.
  8. Gutes Design ist konsequent bis ins Detail.
  9. Gutes Design ist umweltfreundlich.
  10. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

Hier zum vollständigem Artikel.

Wer mehr über Dieter Rams wissen will, schaut sich am Besten den Film an. Hier ein kurzer Trailer dazu.

Keller

Im Keller befinden sich die Haustechnik, Lagerräume, aber häufig auch Wohnräume. Durch große Fenster oder sogenannte „Keller-Patios“ kann zusätzlicher Wohnraum, ja sogar ganze Wohn-Einheiten mit einem eigenen Eingang, geschaffen werden. Gerade bei Hanglagen ist dies ein enormer Vorteil.

Unser Haus befindet sich allerdings auf keinem Hang und wir benötigen auch keinen zusätzlichen Wohnraum. Was wir aber wollten ist ein eigener Sport-Raum! Bei uns natürlich auch mit Fußbodenheizung, Wohnraumlüftung usw.

 

Ein Teil des Sportraumes im Keller.

 

Die Bereiche mit der Haustechnik, sowie Erklärungen dazu kommen demnächst.

Gerade sind wir mit dem „Aufräumen“ des Gartens beschäftigt.

Die Küche Teil 1

Was eine Küche „können“ muss, ist natürlich individuell.

Bei uns ist die Küche Bestandteil des Hauptraumes. Meine Lebensgefährtin kocht nicht nur leidenschaftlich, sie ist auch Kochbuch-Autorin. Dazu ein anderes Mal mehr.

Damit beim Bauen der Küche der neue Parkettboden nicht gleich beschädigt wird, wurde er mit Karton und einem Fließ ausgelegt und geschützt.

Küchen haben preislich nach oben hin keine Grenze. Es gibt Küchen die kosten um die 100.000 EUR. Soviel Geld wollten und konnten wir trotz all unserer Koch-Leidenschaft nicht aufbringen. Da wir aber hohe Ansprüche an eine Küche stellen, bauen wir sie „selbst“.

Pakete soweit das Auge reicht:

Parkett in den Haupträumen

Holz ist nicht gleich Holz

Wir haben uns im Hauptraum (dieser beinhaltet bei uns auch die Küche) als auch in den Schlafräumen für ökologische Eiche aus dem Südburgenland entschieden. Diese wurde grob gebürstet und mehrfach geölt. Dadurch ist sie gegen Kratzer oder Schmutz unempfindlich. Sie stammt von einer Parkettboden-Firma aus der Südsteiermark.

 

Achtung beim Kauf von Parkett!

Hinterfragen Sie woher das Holz kommt. Tropenholz sollte auf keinen Fall verbaut werden. Ebenso keine Eiche etc aus China. Selbst bei Europäischer Eiche sollte man genauer nachfragen! Häufig stammt diese aus den letzten Urwäldern Europas in Rumänien und Russland. Zumeist illegal geschlägert. Bei einem Deutschen oder Österreichischen Baum kann man sicher sein, dass dieser aus einer Forstwirtschaft stammt, die ökologisch korrekt wirtschaftet.

Heimische Eiche ist teuer

Stimmt nur zum Teil. Ja, heimisches Holz von seriösen Firmen ist mitunter teurer als zb.: Eiche aus China. So absurd das auch ist. Allerdings gibt es bei heimischen Produkten oft Restposten oder „Mangelware“. Wir haben zum Beispiel einen Boden mit „Splintanteil“ gewählt. Damit sind helle Stellen im Holz gemeint. Wir finden das sieht toll aus! Dass der Boden dadurch deutlich günstiger ist, ist das Schlagobershauberl obendrauf.

 

Heimische Eiche mit Splinten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fliesen oder Parkett im Hauptraum

Vorteile Fliesen und Feinsteinzeug

  • Stein leitet Wärme schneller als Holz.
  • Steingut lässt sich leicht säubern und ist zumeist recht unempfindlich.
  • Es gibt 1000 Arten und Farben und kann sehr stylisch aussehen.

Nachteile

  • Wenn es keine Fußbodenheizung gibt, ist ein Steinboden kalt.
  • Gibt es eine Fußbodenheizung ist dies dennoch ein Thema: Wenn die Bodenheizung nicht aktiv ist (Herbst und Frühling), kann ein Steinboden unangenehm sein.
  • Steinboden kann sich im Sommer stark aufheizen.

 

Vorteile Holzboden

  • Holz vermittelt optisch Wärme und macht Räume heimelig.
  • Es ist zu jeder Jahreszeit angenehm zu betreten und fühlt sich nie kalt oder heiß an.
  • Es hat eine smoothe Oberfläche und fühlt sich einfach gut an.
  • Holz bindet CO2 und ist ein (in Österreich) nachwachsender Rohstoff.

Beispiele für Parkett, Eiche:

Nachteile Holzboden

  • Man sollte darauf achten woher das Holz kommt.
  • Nach einigen Jahren sollte man nachölen.

Dazu mehr im nächsten Beitrag.

 

Suchfunktion ab sofort möglich!

Wer am Blog nach einem bestimmten Beitrag sucht, hat es jetzt leicht(er)!

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Boden Vorraum, Bad, Toiletten

Wir haben uns im Vorraum im Erdgeschoss, bei der Kellertreppe, im Badezimmer und in  den Toiletten für unempfindliches Feinsteinzeug entschieden.

Hier ein paar Fotos von den noch nicht verfügten Wänden und Böden.

Badezimmer und Toilette „Wandfliesen“.

Hier haben wir ein schlichtes, weißes Feinsteinzeug mit einer glacierten Oberfläche in matt. Es optisch neutral, lasst sich leicht reinigen und der Preis ist in Ordnung.

 

 

Vorraum, Kellertreppe, Badezimmer und Toilette „Bodenfliesen“.

Hier haben wir uns für dunkelgraues Feinsteinzeug entschieden. Unglaciert, raw. Weitere Fotos folgen.

 

Kellertreppe Podest

Fliesen oder Feinsteinzeug

Sobald der Estrich WIRKLICH trocken ist, kann der gewählte Bodenbelag verlegt werden. Wie bereits berichtet muss man VOR dem Ausbringen des Estrichs wissen welcher Belag wohin kommt, da jeder Boden unterschiedliche Aufbauhöhen benötigt.

In den Nassräumen wird fast immer verfließt. So auch bei uns. Allerdings haben wir uns für Feinsteinzeug anstelle klassischer Fliesen entschieden.

Warum Feinsteinzeug?

Geringere Wasseraufnahme als Fliesen:

Feinsteinzeug wird aus deutlich feinerem Ton gebrannt als Fliesen. Es ist daher noch weniger Wasserdurchlässig.  (Fliesen unter ca. 10 % Wasseraufnahme, Feinsteinzeug unter 0,5 % !) Es gibt sie in Natur oder wie Fliesen glaciert in matt oder glänzend.

Durchgängige Farbe

Wenn bei Fliesen etwas abbricht, sieht man den Ton durchblitzen. Bei Feinsteinzeug ist die Farbe durchgehend. Ein Kratzer fällt weniger auf.

Kalibrierte Kanten

Das heißt, dass die Kanten exakt zugeschnitten sind.  Sie sind gerade und ohne Rundung.  Ein Verlegen mit schmalen Fugen ist nur dann möglich.

 

Links: Rektifiziertes Feinsteinzeug, glaciert. Rechts: Fliese glaciert.