Welche Bauarten gibt es?

Ziegel, Holzriegel oder doch ein Fertigteilhaus?

Was ist was und wo liegen die Unterschiede? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Fertigteilhäuser

Werden aus vorgefertigten Wandelementen aus Holz oder Beton gebaut. Diese werden mittels LKW angeliefert und durch einen Kran aufgestellt. Fertigteilhäuser sind im Kleingarten meistens nicht möglich. Ebenso Fertigkeller.

Warum nicht? Die Wege im Kleingarten sind häufig zu eng und vor allem zu lange, als dass ein Kran die vorgefertigten Wand- oder Keller-Elemente aufstellen könnte.

Ziegelhaus

Dieses funktioniert im Kleingarten gut. Bis vor einigen Jahren war es eine häufig angewendete Bauart im Kleingarten.

Ein Ziegelhaus wird klassisch aus 20-25cm dicken Ziegeln und einer – meist aus Polystyrol hergestellten – Dämmung erbaut. Um dem heutigen Standard zu entsprechen muss diese mindestens 16cm dick sein. Ergibt mit Verputz usw. eine Wanddicke von mindestens 42cm.

Nachteile:

  • Dicke Wände (durch die Polystyrol Dämmung) verringern den verfügbaren Wohnraum.
  • Polystyrol-Dämmungen werden aus Erdöl hergestellt. Will man mit Naturfaserplatten dämmen, werden die Dämmplatten noch dicker.
  • Keine Installationsebene. Das bedeutet, dass Stromkabel, Wasser- und Lüftungsleitungen in den Ziegel hinein gestemmt werden müssen. Eine recht aufwendige Sache.

Ein Holzriegel- Haus

Ein Holzriegelhaus ist KEIN Holzhaus im klassischen Sinn! Es sieht außen und innen genau gleich wie ein Ziegelhaus aus.

Durch einen Zimmermann wird eine Art Skelett aufgestellt, die Zwischenräume werden gedämmt. Entweder durch ein Einblasverfahren oder durch Dämmplatten. Bei uns stets mit Naturmaterialien. Anschließend wird es mit Holzplatten verschlossen und wie ein Ziegelhaus verputzt. Ergibt eine Wandstärke von maximal 31 cm inkl. Verputz.

Vorteile:

  • Ökologisch (Holz bindet CO2 und ist ein nachwachsender Rohstoff)
  • Es gibt automatisch eine Installationsebene wo Kabel oder eine Wohnraum- Entlüftungsanlage uvm. ohne Probleme durchgeführt werden können.
  • Bessere oder gleiche Dämm-Werte wie bei einem Ziegelhaus. Jedoch mit einem schlankeren Wandaufbau.
  • Das beutet bis zu 2, 5m² mehr an Raumfläche! Das klingt nicht viel ist aber zum Beispiel eine Garderobe oder ein kleines WC.

Nachteile:

  • Beim Aufstellen des Holzriegels, als auch beim Anbringen der Dämmung ist man auf eine trockene Periode von zirka zwei Wochen angewiesen.

 

Wie Sie sehen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Beides funktioniert im Kleingarten gut.

Umweltschutz

Heutzutage hat jeder Neubau die Aufgabe möglichst umweltfreundlich zu sein. Dies ist nicht nur unser persönlicher Wunsch, es ist auch Voraussetzung, dass ein Haus-Plan überhaupt genehmigt wird. Um Förderungen zu bekommen, wird’s noch strenger.